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Bundespräsident im Wittmunder Wald

Pünktlich erreichte die polizeieskortierte Wagenkolonne mit mehreren großen, dunklen Limousinen den Naturschutzhof im Wittmunder Wald. Dem Wagen mit dem Banner entstieg der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender, auch Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil und Bundestagsabgeordnete Siemtje Möller begleiteten die prominenten Gäste aus Berlin. Die Umweltbildungseinrichtung Naturschutzhof war offiziell durch den Eigentümer, Onno Poppinga, und die Geschäftsführerin des Vereins "Naturschutzhof Wittmunder Wald e.V.", Dr. Johanna Umbach, und den stellvertretenden Vorsitzenden des Vereins, Bernd-Uwe Janssen vertreten. Bei Tee und ostfriesischem Krintstuut an Stehtischen gab es allgemeine Informationen für die Gäste über Historie, die jetzige Situation und die Zukunft des Naturschutzhofes. Anschließend das Gruppenfoto mit vielen Kindern, die schon gespannt darauf gewartet hatten. Ein buntes Gewusel umgab die Gäste, Händeschütteln, kurze Gespräche und schöne Bilder für die Fotografen und Fernsehteams.Dann waren die Kinder so richtig gefragt, denn mit ihnen sah das Besuchsprogramm einige sogenannte Bildpunkte vor. Das Pflanzen von Büschen als lebendiger Zaun, wo früher ein hohes, nicht attraktives Draht-Gitter das Hofgelände umschloss.

An diesem Punkt waren auch Elisabeth Höhl und Philipp Peters im Einsatz. Die Beiden befinden sich gerade im Freiwilligen Ökologischen Jahr am Naturschutzhof. Auf seinem Rundgang legte der Bundespräsident, seine Ehefrau und Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil einen kurzen Stopp ein. Elisabeth und Philipp erläuterten den prominenten Gästen die Idee, einen ehemaligen Militärzaun in eine blühende Hecke zu verwandeln. Und sie erzählten etwas über das FÖJ allgemein und über ihre persönlichen Erfahrungen in der mitten im Wald gelegenen Umweltbildungsstätte. Nach einer freundlich und locker geführten Unterhaltung verabschieden sich der Bundespräsident und seine Begleitung von den Beiden, die das FÖJ hier richtig gut vertreten haben.

Frottieren von Baumrinde mit Naturfarben aus Blättern, Blüten und Erdboden wurde dem Bundespräsidenten und seiner Ehefrau anschließend gezeigt. Es dauerte nicht lange, da frottierten die beiden Gäste fleißig mit. Auch im sogenannten "Spiegelgang", bei dem nicht auf den Boden, sondern durch den Spiegel nur in die Baumkronen geschaut werden kann, ließen sich die Gäste aus der hohen Politik den Weg durch das Waldgelände von Kindern, die sie an der Hand führten, zeigen. Angeleitet wurde die Station von Waldpädagogin Nicole Janssen, die dann noch zum "Stockbrot" einlud.

Der nächste Punkt im umweltpädagogischen Programm war die Anlage einer sogenannten Benjes-Hecke. Da erlebte der Bundespräsident wahrscheinlich eine kleine Überraschung, denn Heinrich Benjes, der als der Erfinder der Benjes-Hecke gilt, konnte die Arbeiten persönlich vorstellen. Der 83Jährige erläuterte den Aufbau und Funktion dieses lebendigen Zauns. Fleißige Helfer, unter ihnen viele Kinder, stapelten Äste und Zweige zwischen die begrenzenden Holzpfähle.Blühheckenprojekt und die Benjes-Hecke wurden von der Bingo Umweltstiftung Niedersachsen gefördert, was der Bundespräsident sehr begrüßte.

Kurz vor seiner Weiterreise gab der Bundespräsident den zahlreichen Vertretern der Medien noch Informationen über Sinn und Zweck seines Besuches im Landkreis Wittmund. Die Stärkung des "Ländlichen Raums" ist ihm großes Anliegen. Großstädte und Ballungszentren wachsen und werden momentan immer attraktiver als Lebens- und Arbeitsräume. Damit die vielen nichtstädtischen Regionen Deutschlands nicht abgehängt werden, oder sich abgehängt fühlen, ist Frank-Walter Steinmeier so wichtig, auch dort Präsenz zu zeigen. Auch seine Unterstützung von Initiativen wie die Förderkulisse des Bundes Land(auf)Schwung, in deren Genuss im Landkreis Wittmund auch der Naturschutzhof kam, ist ein Beispiel dafür.

Die "Möwe" auf dem Naturschutzhof

Es war SelberMacherTag, eine Familienaktion der Veranstaltungsreihe grün&bunt extra. So rollte am 12.April früh morgens ein altes Feuerwehrauto durch das Tor des Naturschutzhofes. Doch was hat ein Feuerwehrauto mit einem SelberMacherTag zu tun? Es ist nicht nur irgendein altes Feuerwehrauto, sondern die "Möwe", ein Projekt der Evangelischen Jugend Wesermarsch. In dem Feuerwehrauto befindet sich eine mobile Werkstatt. Die Werkstatt ist vollgepackt mit allerlei Werkzeug und Baumaterialien, sodass am SelberMacherTag auf dem Naturschutzhof fleißig gewerkelt werden konnnte. Begleitet wurde die Möwe durch den Tischler Hauke Bruns und weitere ehrenamtliche Helfer, sowie Conny Perschmann von grün&bunt.

Neben dem Herstellen von verschiedenen Kleinigkeiten aus Holz, gab es auch die Möglichkeit einen eigenen Steckstuhl zu bauen. Dieser Herausforderung stellten sich die zahlreichen Familien und zimmerten so erfolgreich ihren eigenen Steckstuhl. Weiterhin bot Conny Perschmann noch weitere kleinere Aktionen, wie das Bogenbauen an, was den Teilnehmenden auch viel Freude bereitete.

Nachmittags auf der Suche nach weiteren Materialien entdeckte Hauke Bruns die Latten eines alten Lärchenzauns und so wurde schnell noch ein eigener Steckstuhl für den Naturschutzhof gezaubert. Somit waren nicht nur die Familien glücklich mit ihren selbst gebauten Sachen, sondern auch die Mitarbeiter des Naturschutzhofes freuten sich über ihre neue Sitzgelegenheit.

"Im Wald geht es rund": Erlebnisferientag im Naturschutzhof Wittmunder Wald

Bei strahlendem Sonnenschein machten sich am 15.April 14 Kinder im Alter von sechs bis elf Jahren auf den Weg zu einem Waldabenteuer. Dabei leitete Martin Juppe-Reinl die Abenteuerer durch den Wald in der Nähe des Naturschutzhofes. Bei dieser Ferienaktion bauten sich die Kinder nicht nur ihre eigenen Hütten, sondern entdeckten den Wald auch mit all ihren Sinnen. Schließlich haben die Kinder beim Waldweitsprung noch herausgefunden, dass sie soweit springen können wie ein Frosch oder ein Hase. Unter anderem mit diesen Aktionen erlebten wir ein Waldabenteuer zu dessen krönendem Abschluss es noch Popcorn am Lagerfeuer gab. So konnten schließlich alle Kinder glücklich in den Ferienmontag starten.

Pflanzaktion Schulwald Leerhafe

Wie entsteht ein Wald? Was ist Naturverjüngung und wie pflanzt man einen Baum? Diesen wichtigen Fragen sind die Schüler der Grundschule Leerhafe, der KGS Wittmund, der Förderschule Wittmund, der BBS Wittmund sowie der Biotop-AG der "Schule Altes Amt Friedeburg" am 1. April ganz praktisch bei einer Pflanzaktion im Schulwald Leerhafe nachgegangen. Bei strahlendem Sonnenschein und begleitet von einem lauschigen Duft nach frischer Gülle pflanzten die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit dem Team des Naturschutzhofes kleine Bäume. Dabei wurde eine Fläche des Landkreises Wittmund, welche letztes Jahr als Schulwald angelegt wurde, wieder bepflanzt, da die im letzten Jahr gepflanzten Bäume leider teilweise durch Trockenheit, Hitze und Wildverbiss eingegangen waren. Mit Hilfe der vielen fleißigen Hände waren 1600 Eichen, Ahörner und Buchen an einem Vormittag im Boden. Rainer Köpsell, ehemaliger Förster und Hans-Günter Willms, Vertreter der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Wittmund, leiteten das Pflanzen an und erklärten den Schülern, wie ein Wald entsteht und gaben ihnen Tipps zum einfachen Pflanzen. Mit ein bisschen Glück und Regen werden die Pflänzchen bald zu einem stattlichen Wäldchen wachsen.

Biologieunterricht im Wald

Am 19. März hatten wir im Wald Besuch einer Klasse der Integrationswerkstatt von der Volkshochschule. Die Schüler und Schülerinnen der Biologieklasse von Gudrun Messner versuchten sich im Blockhaus am Mikroskopieren. Dabei lernten sie etwas über die Struktur von verschiedenen Zellen und Geweben und fertigten Skizzen dazu an. Dieses Wissen können die Schüler und Schülerinnen dann im Herbst zu ihren Abschlussprüfungen nutzen. Nach dem erfolgreichen Mikroskopieren gab es noch einen kleinen Waldspaziergang mit nützlichen Informationen über den heimischen Wald sowie ein kleines Lagerfeuer, an welchem Nicole, unsere Waldpädagogin spontan ihren neuen Dutch oven ausprobierte und es für alle leckeres, selbstgemachtes Brot gab.

Tag der offenen Tür KGS

Am Samstag, dem 15. März fand in der KGS ein Tag der offenen Tür für zukünftige Fünftklässler statt. Rainer, Nicole und Johanna präsentierten die Wald-AG vom Naturschutzhof. Dabei wurde die AG mithilfe von kleinen Mitmachaktionen vorgestellt. Neugierige Kinder und auch Eltern konnten mit Fühlbeuteln ihre Sinne auf die Probe stellen oder sich durch die kleine Waldfibel und anderes Infomaterial Wissen über den Wald aneignen. So erfuhren Eltern und vor allem Kinder, was sie in der Wald-AG erwartet.

Waldspaziergang Wunderbarer Winterwald

Am Sonntag dem 17. Februar hat der erste Familienwaldspaziergang im Jahr 2019 stattgefunden. Dabei begrüßten Wibeke Schmidt, Försterin bei den Niedersächsischen Landesforsten, und Nicole Janssen, Waldpädagogin, die Waldinteressierten bei strahlendem Sonnenschein.

Das Thema des Spaziergangs "Wunderbarer Winterwald" konnte auch bei nicht ganz so winterlichen Temperaturen nähergebracht werden. Denn hinter uns liegen viele kalte Tage und die Frage, was die Tiere im Winter machen, bleibt spannend. Diese Frage wurde während des Spaziergangs erfolgreich beantwortet, genauso wie geklärt wurde, dass es meistens Fichtenzapfen sind, welche wir auf dem Waldboden finden und keine Tannenzapfen. Nach vermitteltem Wissen und einem lehrreichen Waldpuzzle konnte der Waldspaziergang mit einem Spiegelgang beendet werden.

Zum Abschluss gab es auf dem Naturschutzhof noch die Möglichkeit für Kinder und Bastelbegeisterte, selbst Vogelfutter mithilfe eines Fichtenzapfens herzustellen, um diesen dann zuhause für die hungrigen Vögel aufhängen zu können.

So wurde der zweistündige sonnige Winterspaziergang fröhlich beendet.

Zweiter Weidenkörbe-Flechtkurs am Naturschutzhof

Auch der zweite Weidenflechtkurs in Zusammenarbeit mit dem BUND Ostfriesland am 16. Februar ist erfolgreich verlaufen. Dabei lernten auch hier eifrige Schüler und Schülerinnen zusammen mit ihrem Lehrer Herr Smidt die Kunst des Weidenkorbflechtens kennen. Das Weidenkorbflechten selbst ist ein altes, anspruchsvolles Handwerk und erfordert viel Konzentration und auch Geduld. So ist es nicht verwunderlich, dass die Teilnehmenden nach einem anstrengenden Tag zufrieden und erschöpft mit einem selbst geflochtenen Korb nach Hause gehen konnten. Der selbst hergestellte Korb kann nun entweder als dekoratives Accessoire oder als Gebrauchsgegenstand genutzt werden.

Erster Weidenkörbe-Flechtkurs am Naturschutzhof

Am Samstag, den 9. Februar fand in Zusammenarbeit mit dem BUND Ostfriesland zum ersten Mal ein Weidenflechtkurs auf dem Naturschutzhof statt. Der Fachmann Heinz Smidt zeigte seinen neugierigen Schülerinnen und Schülern das alte Handwerk und stand mit Rat und Tat zur Seite, damit am Ende des Tages alle Teilnehmenden einen Korb mit nach Hause nehmen konnten. Wer wollte, konnte sich auch Weiden-Stecklinge mitnehmen, um sie im eigenen Garten zu pflanzen. Weiden verbessern das erste Pollenangebot im Frühjahr für Insekten und nehmen als "Kopfweiden" interessante und skurrile Formen im Garten an. Wegen der großen Nachfrage wird ein zweiter Kurs am 16. Februar stattfinden, bei dem noch Plätze frei sind.

Nachhaltig heizen

Seit 2019 heizt das Team vom Naturschutzhof das Haus samt Seminarraum und Wohnräumen mit der eigenen Holzheizung! Nach längerer Pause konnte das alte Holzhaus mit einem Holzvergaserkessel nach diversen Vorarbeiten und Anläufen in den Test - Betrieb genommen werden. Das Heizen mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz ist, zusammen mit der erfolgten Sanierung einschließlich Isolierung, ein weiterer Schritt in Richtung nachhaltiger und weitgehend autarker Energieversorgung des Naturschutzhofes.

Erste Kleidertauschparty im Naturschutzhof

Die erste Kleidertauschparty im neu sanierten Naturschutzhof war ein voller Erfolg: Etwa 30 Personen unterschiedlichen Alters waren am Sonntag, den 20. Januar gekommen, um aussortierte Kleider gegen neue, aussortierte Kleider zu tauschen. Die Stimmung war lustig und zwischendurch wurde immer wieder gelacht: Über ein ausgefallenes Kleidungsstück oder die Kommentare der anderen Teilnehmer. Dazu gab es Kaffee und Kuchen und Zeit zum Plaudern. "Wir organisieren den Kleidertausch nicht nur, weil es Spaß macht. Vor allem möchten wir nachhaltige Lebensstile fördern", erklärte die neue Leiterin des Naturschutzhofes, Johanna Umbach. "Die Textilindustrie produziert unter oftmals schlechten Arbeitsbedingungen und mit großen Schäden für die Umwelt Kleidungsstücke, die bei uns dann häufig sehr schnell im Müll landen. Ein Weg, diesen Kreislauf zu durchbrechen ist es, Kleidungsstücke länger zu verwenden, sie zu tauschen, ihnen ein neues Leben zu geben. Wie zum Beispiel beim Kleidertausch". Zufrieden und mit einigen neuen Kleidungsstücken gingen die Teilnehmenden am Sonntag nach Hause.