Was war los im Naturschutzhof?

Corona-Beschäftigung

Wieder hat uns der Lockdown fest im Griff: Seit November haben wir keinen Besuch mehr von Gästen, es ist wieder so still wie im Frühling geworden. Obwohl wir etwas traurig sind, dass keine kleinen Besucher auf dem Hof herumtoben, nutzen wir die Zeit für andere Arbeiten, die sonst liegenbleiben: In den letzten Wochen ist unser Garderobenraum entstanden und wir überarbeiten unsere pädagogischen Angebote. Außerdem haben wir verschiedene Instandhaltungsarbeiten getätigt und sind wieder am Auffüllen der Holzvorräte. Dafür müssen die restlichen großen Stämme zersägt, gespalten und eingelagert werden – eine Aufgabe, bei der alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Naturschutzhof eingebunden sind. Auch wenn diese Arbeit anstrengend ist – wir werden damit ziemlich fit, ohne jemals ein Fitnessstudio besucht zu haben.

Stand: 14.01.2021

Grundschüler der Finkenburgschule entdecken den Wald

An vier aufeinanderfolgenden Tagen bekam der Naturschutzhof von Grundschülern der Finkenburgschule Wittmund Anfang September Besuch. Dabei entdeckten die Schülerinnen und Schüler die unterschiedlichen Bäume des Waldes - von der Fichte bis zur Buche. Auch die Früchte der Bäume konnten gesammelt und die unterschiedlichen Borken ertastet werden. Mit einem Spiegelgang konnten die Kinder die Perspektive wechseln und den Blick in die Baumkronen oder zum Waldboden richten. Eine Klasse hatte sogar das Glück, ein paar Fragen an die Forstarbeiter der Niedersächsischen Landesforsten zu stellen, die grade mit dem Rückezug der Firma Ostendorf unterwegs waren.

„Pflanzt ihr auch Bäume?“, war eine der Fragen der Schülerinnen und Schüler. „Ja und diese bekommen wir dann aus der Baumschule“ antwortete der Forstwirt Michael. „Bäume müssen auch zur Schule“, erklärte er. Dies sorgte für fragende Gesichter und kichern bei den Kindern. Insgesamt haben alle einen erlebnisreichen Vormittag verbracht und konnten nach einer kleinen Überraschung mit viel neuem Wissen im Gepäck ihre Rückfahrt zur Schule antreten. Tolle Unterstützung bekamen die Waldpädagogin Nicole Janssen dabei auch von den neuen Föj-lern Jelke und Frederic, die die Klassen begleiteten und unterstützten.

Stand 11.09.2020

Waldführerschein erfolgreich abgeschlossen

Während einer Woche in den Ferien entdeckten einige Kinder die Geheimnisse und Abenteuer im Wittmunder Wald und waren dabei großen und kleinen Tieren auf der Spur. Auch die Pflanzen und Bäume lernten sie mit Kopf, Herz und Hand kennen. Zum Abschluss der Woche gab es eine von den Kindern erfolgreich gestaltete Führung, um im Anschluss stolz Ihre eigene Waldführerschein-Urkunde in den Händen zu halten. „Es war eine tolle Woche, in der jedes Kind seine individuellen Stärken zeigen und nutzen konnte. Die Kinder konnten vieles Wissenswertes über den Wald erfahren, neue Freundschaften knüpfen und Ihre Kompetenzen erweitern“, so die Waldpädagogin Nicole Janssen.

Ein großer Dank geht dabei an die angehende Waldpädagogin Kathrin Kroker-Gembler, die in der Waldwoche Ihre Praktikumszeit absolviert hat und eine tolle Unterstützung war. Auch die neuen Föj-ler Frederic und Jelke durften erste Erfahrungen sammeln und wurden schnell von den Kindern ins Herz geschlossen. Die Waldführerscheinwoche wurde vom Verein Naturschutzhof Wittmunder-Wald in Kooperation mit dem WPZ Weser-Ems der Landesforsten angeboten.

Waldskulpturen mit Vivien Wittchen

An einem Dienstagmorgen in den Sommerferien gab die Kunstpädagogin Vivien Wittchen ihr Debüt am Naturschutzhof. Im Rahmen des kostenlosen Ferienprogramms der VHS Friesland-Wittmund, welches diese als Kooperationspartner für das Projekt LernRäume plus des Niedersächsischen Kultusministeriums und unter dem Dach „Niedersachsen hält zusammen" anbietet, bastelten die sieben Kinder auf Holzstücken befestigte Drahtskulpturen. Der Themenbereich Phantasiepflanzen wurde schnell in alle erdenklichen Richtungen erweitert, bis hin zu vernetzten Gebilden, die sich über den gesamten Tisch erstreckten.

Neben dem Draht wurden auch Materialien aus dem Wald wie Blätter, Äste und Kiefernzapfen mit in die Kunstwerke eingearbeitet. Für die farbliche Gestaltung sorgte das mit Kleister befestigte Seidenpapier, das geschickt und geduldig an die richtige Stelle gesetzt wurde. Zwischendurch war natürlich auch noch Zeit für einen Besuch bei den Schafen und Hühnern, beim Springkraut und für freies Spielen auf dem Gelände. Am Mittag konnte jeder mit seinen fertigen Skulpturen stolz und voller Erfahrungen nach Hause gehen.

Ein Tag unter Schafen und Hühnern im Wald

An einem sonnigen Sonntag kamen einige tierliebe Kinder zur Ferienaktion „Unter Schafen“ an den Naturschutzhof Wittmunder Wald. Möglich wurde dieses kostenfreie Angebot durch die VHS Friesland-Wittmund, die an dem Projekt „LernRäume Plus“ teilnimmt. Zur Einstimmung für den richtigen Umgang mit den Tieren lernten die Kinder bei einem Spiel langsam und ruhig zu schleichen. Nachdem sie dies erprobt hatten, ging es auf die Streuobstwiese zu den Schafen und zahlreichen Hühnern, wo der Hobbyschäfer Kay Scharfenberger einiges Wissenswertes über die Tiere, deren Pflege und Haltung erklärte. Über den Nutzen der Tiere für die Streuobstwiese und warum diese so genannt wird, berichtete die Waldpädagogin Nicole Janssen. Nach einer kurzen Pause durften sich die Kinder ein Schaf-Exemplar aus Wolle für zu Hause basteln. Dabei bekamen sie Unterstützung von Elfriede Hannemann, die Mitglied des Vereins Naturschutzhof Wittmunder Wald ist und sich regelmäßig engagiert. „Die Tiere sind eine tolle Bereicherung für den Hof. Es macht mir immer eine große Freude die Kinder zu unterstützen und zu sehen, wieviel sie im Umgang mit den Tieren in der Natur lernen können.“

Im Anschluss durften sich die Kinder dann im Schafehüten probieren. Vorher stellte Hobbyschäfer Kay eine Wette auf. Er behauptete, dass alle anwesenden Kinder nicht die Arbeit eines einzigen Hütehundes übernehmen könnten. Elfriede Hannemann, Nicole Janssen sowie die Kinder wetteten natürlich dagegen. Schnell mussten die Teilnehmer jedoch feststellen, dass es ohne Absprachen nicht funktionierte. Die Aufgabe des Schafehütens entwickelte sich als echtes Teamtraining, denn nur zusammen und mit guter Kommunikation untereinander konnten diese über das Gelände getrieben werden. Auch die Brahmer Hühner fanden viele Liebhaber unter den Kindern und sie erfuhren etwas über die unterschiedlichen Federn der Tiere - von der Unterwäsche bis zum Designer-Dress.

Ein ruhiger und rücksichtsvoller Umgang mit Tieren war eines der vielen Lernerfahrungen, die die Kinder am Ende dieses erlebnisreichen Nachmittages mit nach Hause nahmen. Eine Wiederholung ist von den Kindern, sowie vom Betreuer-Team gerne gewünscht. Und falls sich jemand fragt, wie die Wette ausging – mithilfe guter Teamarbeit und einer guten Ration Futter wurde das Ziel schlussendlich erreicht.

Tierische Unterstützung für die Streuobstwiese

Viele Spaziergänger im Wittmunder Wald haben es schon gesehen: Die Streuobstwiese neben dem Naturschutzhof hat neue Bewohner bekommen! Insgesamt vier Schafe und drei Lämmer, die der Familie Scharfenberger aus Lavay gehören, dürfen nun die Wiese beweiden und pflegen, denn das ist deutlich umweltfreundlicher als die Mahd. Immerhin wird Treibstoff gespart und die Insekten und Kleintiere überleben. Außerdem entsteht so wieder Platz für neue Pflanzen und die Artenvielfalt wird erhöht. Bei Sturm oder starker Sonne können sich die Texelschafe in einen neu bemalten Bauwagen verkriechen, der extra dafür auf der Streuobstwiese platziert wurde. Die beiden kleinsten Lämmer Heinzi und Heidi werden sogar noch zweimal täglich von Kay Scharfenberger oder Sohn Pelle mit der Flasche gefüttert. Und so ertönt immer mal wieder ein lautes „Määh!“ im Wittmunder Wald!