Alles Aktuelle in der Übersicht

Bilderbuchkino zum bundesweiten Vorlesetag im Wald

Schon zum zweiten Mal veranstaltete der Naturschutzhof Wittmunder Wald gemeinsam mit Jan Herrmann ein Bilderbuchkino im Wald. Auch diesmal konnten die Veranstalter viele Kinder im herbstlichen Wald begrüßen. „Eine schöne Veranstaltung in einer tollen Umgebung, die wir gerne wieder besuchen werden“, so eine Mutter.
Die erste Aufgabe für Kinder, Eltern und Großeltern bestand darin, eine Eintrittskarte für das Waldbilderbuchkino in Form eines Eichenblatts zu suchen. Danach ging es gemeinsam mit der Waldpädagogin Nicole Janssen in den Wald. Dort erfuhren die Gäste, was das Eichhörnchen alles sammelt, bevor der Winter beginnt. Nicole Janssen zeigte, wie man an den Zapfen erkennen kann, ob ein Eichhörnchen daran geknabbert hat. Spannung kam auf, als das tiefe Krächzen eines Kolkraben zu hören war. Groß und klein suchten
den seltenen Vogel in den Bäumen und konnten ihn schließlich von einer Fichte davonfliegen sehen.
Der diesjährige Vorlesetag stand unter dem Motto „Sport und Bewegung“. Also durften die Kinder auch mal ausprobieren, flink wie ein Eichhörnchen zwischen den Bäumen hin- und herzuflitzen. Nach ein paar Runden Eichhörnchensport suchten sich die Kinder in der Jurte am Naturschutzhof gemütliche Plätze mit Kissen und Decken. Der Holzofen sorgte für wohlige Wärme und Jan Herrmann las Geschichten von Waldabenteuern.
Zwischendurch gab es über dem Lagerfeuer frisch gebackenes Popcorn. So gestärkt ging es dann wieder in die Jurte und es gab eine weitere Geschichte als Zugabe. Jan Herrmann engagiert sich in vielen Gremien für gute Schulen im Landkreis Wittmund, aber vom Vorlesen ist er besonders begeistert: „Das regelmäßige Vorlesen ist eine so einfache und so wirkungsvolle Tätigkeit, um unseren Kindern den Schulbesuch zu erleichtern. Kinder lernen leichter Lesen und haben einen größeren Wortschatz. Aber das schönste ist das gemeinsame Erleben von Geschichten.“ Er ermuntert alle Eltern: „Es ist nie zu spät mit dem Vorlesen anzufangen.“

Steuerkanzlei Arndt | Bartsch & Partner am Naturschutzhof

Die Kanzlei Arndt | Bartsch & Partner aus Esens veranstaltete kürzlich am Naturschutzhof Wittmunder Wald ein Tagesseminar, welches von der externen Dozentin Cordula Schneider zum Thema Qualitätsmanagement geleitet wurde. Im Anschluss an die Begrüßung von den beiden Steuerberatern Michael Arndt und Andreas Bartsch an das Team der Kanzlei ging es an die Arbeit.

Nach einer stärkenden Mittagspause begab sich die Kanzlei gemeinsam mit der Waldpädagogin Nicole Janssen bei gutem Wetter auf einen Waldspaziergang. Dort wurden unter anderem Entspannungsübungen für den Körper auch unter Berücksichtigung der Augen für den Büroalltag erprobt. Danach ging es in die Kastanienallee, wo die Mitarbeiter gemeinsam fleißig Esskastanien sammelten, die im Anschluss im Backofen geröstet für einen gesunden Nachmittagssnack dienten. Am Feuer ließen sie den Waldspaziergang mit einer Meditation als Möglichkeit auch stressigen Situationen gewappnet zu sein ausklingen, sodass alle wieder entspannt und mit einer Portion frischer Luft an die weitere Arbeit gehen konnten.

„Es hat mir viel Spaß gemacht mit der Kanzlei im Wald unterwegs zu sein. Sie sind ein tolles Team, in dem eine freundliche Atmosphäre herrscht. Außerdem gefiel mir, wie aufgeschlossen und interessiert sie am Wald waren“, so Nicole Janssen. Die Kanzlei möchte nun nach dem produktiven Seminar die erörterten Verbesserungsvorschläge zu den internen Prozessen im Nachgang gemeinsam umsetzen. „Der Naturschutzhof hat durch seine direkte Lage im Wald eine besondere Atmosphäre für unsere Tagung bereitet. In dieser Umgebung und auch dank Cordula Schneider war unser Seminar wieder sehr produktiv“, ließ Andreas Bartsch den Tag Revue passieren.

Von der Hecke zum Wald: ein Nachmittag mit Hein Benjes

Etwa fünfzehn Interessierte fanden sich am 26. Oktober bei schönstem Wetter auf dem Naturschutzhof ein, um den Erfinder der Benjeshecke kennenzulernen. Hein Benjes erklärte gleich zu Anfang das Prinzip dieser „Totholzhecke“: „Die Hecke bietet ein Versteck für zahlreiche Tiere wie Vögel, Igel, Kröten und Insekten. Außerdem sammeln sich durch den Wind und die Tiere Samen an, die keimen und die Hecke lebendig werden lassen.“ Da war die Motivation der Teilnehmer natürlich groß, die angelegte Hecke am Naturschutzhof zu besichtigen und selbst beim Weiterbau mit anzupacken. Im Anschluss konnten die Besucher bei Kaffee und Kuchen in der Jurte den Geschichten von Herrn Benjes lauschen und den Nachmittag entspannt ausklingen lassen.

„Plastik – Fluch oder Segen?“ – Projektwoche an der KGS

Mit diesem Thema beschäftigten sich 15 neugierige SchülerInnen der achten bis zehnten Klasse der KGS eine Woche lang. Gemeinsam mit ihrer Lehrerin Frau Lammers und Nicole Janssen vom Naturschutzhof gingen sie unserem Plastikverbrauch, der Verschmutzung der Meere, des Wassers und der Umwelt durch Nanopartikel auf den Grund und erarbeiteten Alternativen für eine plastiksparende Zukunft. Sie organisierten eine eigene Kleidertauschparty an der Schule und kamen am 21. August bei strahlendem Sonnenschein auf den Naturschutzhof, um Einkaufstaschen als Alternative zu Plastiktüten zu bedrucken. Die Beutel wurden mit Sieb-, Kartoffel- und Lavendeldruck verschönert, sind ein echter Hingucker und werden während der Plastikaktionswoche vom 16. bis 21. September auf den Wochenmärkten von Carolinensiel, Esens, Wittmund und Neuharlingersiel als Teil einer ganzen Reihe plastikfreier Produkte verkauft. Außerdem stellten die Schülerinnen Bienenwachstücher her. „Diese können statt Frischhaltefolie benutzt werden und sind wiederverwendbar“, erklärte Waldpädagogin Nicole Janssen, die das Projekt die ganze Woche lang begleitete.

Bedeutung des Waldes gemeinsam hervorheben - Kooperationsvertrag mit Forstamt Neuenburg

Seit zwei Jahren stellt sich der Naturschutzhof in freier Trägerschaft organisatorisch und inhaltlich neu auf. Dazu wurden jetzt Kooperationsvereinbarungen mit den Landesforsten unterschrieben. So übernimmt der Naturschutzhof die Betreuung eines Feuchtbiotopes, einer Wallhecke und einer Streuobstwiese. Ebenso ist die Nutzung des Wittmunder Waldes für Ort für Lernen und Naturerleben jetzt abgestimmt. „Wir wollen uns in der Arbeit gegenseitig abstimmen und unterstützen“, so die Leiterin des Naturschutzhofes, Johanna Umbach. „Unser gemeinsames Ziel ist es Kindern und Erwachsenen den Wald als Lebensraum zu erschließen und zugänglich zu machen.“ Auch Wibeke Schmidt sieht die Zusammenarbeit positiv. „Die aktuelle Diskussion um die auch durch den Klimawandel ausgelösten europaweiten Waldschäden zeigt die Bedeutung unserer Wälder und ihrer nachhaltigen Bewirtschaftung“, so die Försterin.

Kinder lernen Klimaschutz am talentCAMPus

Warum ist das Wattenmeer wichtig für das Klima? Und was bedeutet überhaupt Klima? Diese und viele andere Fragen stellten sich 17 Kinder von 8 bis 12 Jahren, die im Rahmen des Programms „talentCAMPus“ fünf Tage auf dem Naturschutzhof verbrachten. Organisiert wurde die Woche vom 5. bis 9. August von Tabea Otte von der vhs Wittmund.

Nach einigen Spielen zum Kennenlernen ging es am Montag um das Thema Wald. Dazu wurden bei einem Waldspaziergang mit Hofleitung Johanna Umbach die verschiedenen Teile eines Baumes und ihre Aufgaben sowie der Prozess der Fotosynthese anhand von Spielen erarbeitet. Nachmittags traf dann das Filmteam „puzzle pictures“ um Andree Betten am Naturschutzhof ein, um den Teilnehmern die Technik hinter und das Verhalten vor der Kamera nahezubringen. An den folgenden Nachmittagen entstand dann jeweils ein Video, in dem die Kinder auf die gelernten Probleme aufmerksam machen, nicht nur in Form von Interviews, sondern auch als Demonstration im Watt oder Stop-Motion-Video. Die Clips werden in Kürze auch auf youtube zu sehen sein.

Am Dienstag lernten die Teilnehmer viel über das Thema Meer: Welche Tiere und Pflanzen leben in der Tiefsee, warum ist das Meer gefährdet, und wie kann es geschützt werden? Dazu brachte Dozent Robert Rassau, Vertreter des „New Ocean Project“, den Nachbau eines unbemannten Kamera-U-Bootes, einen Taucheranzug sowie viel Bild- und Filmmaterial mit und beantwortete die zahlreichen Fragen der Kinder. Am darauffolgenden Tag konnten die Kinder dann bei einer Wattführung in Carolinensiel die im Watt lebenden Tiere selbst entdecken und einiges über die Problematik des Mikroplastiks im Meer lernen. Am Donnerstag ging es um die Erderwärmung und den Treibhauseffekt, den die Teilnehmer mit viel Freude nachspielten.

Der letzte Tag begann mit einer Müllsammelaktion im Wald. Anschließend erklärte die Biologin Michèle Gürth, wie der Müll getrennt werden sollte. Zum Abschluss gab es noch eine kleine Feier mit Lagerfeuer, Stockbrot und Suppe, bei der sich die Eltern einen ersten Eindruck von den erstellten Videos machen konnten und alle Teilnehmer eine Urkunde zum Klimabotschafter erhielten.

Indianerzeit im Wittmunder Wald - grün und bunt

Was machen Indianer im Wald? - Bei sonnigen Temperaturen fand auf dem Naturschutzhof vom 22. bis zum 27. Juli das Indianercamp von grün und bunt, unter der Leitung von Conny Perschmann statt. Dazu trafen sich elf abenteuerlustige Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren mit einem Team von grün und bunt am Naturschutzhof. Zuerst ging es ans Zelte aufbauen und Schlafplatz einrichten, denn richtige Indianer schlafen natürlich im Zelt oder sogar unter freiem Himmel. Nachdem die Schlafplatzfrage geklärt war, konnte das bunte Programm starten. Dabei war für jeden etwas dabei, beispielsweise das Basteln mit Waldmaterialien oder das Herstellen von einem eigenen Pfeil und Bogen, mit dem man dann, wie richtige Indianer auch Hindernisse abschießen konnte. Weiterhin durfte ein Ausflug ans Meer auch nicht fehlen, so machten sich die Indianer bei schattigen 33 Grad auf das Watt zu erkunden. So gab es abwechslungsreiches Programm und natürlich wurde auch wie bei den Indianern über dem Lagerfeuer selbst gekocht, sodass die Abende bei Lagerfeuer, gutem Essen und Spaß ausklingen konnten. Das Camp ging samstags zu Ende und war ein spannendes Erlebnis für alle Kinder.

Walderlebnis

Am 12. Juli erkundeten 50 Kinder vom Ferienzauber zusammen mit dem ehemaligen Förster Rainer Köpsell, Hofleitung Johanna Umbach und den beiden FÖJlern des Naturschutzhofes den Wittmunder Wald. Dazu ging es mit zwei Gruppen in den Wald. Dabei ging eine Gruppe der Frage nach, welche Tiere wohnen eigentlich im Wald? Die andere Gruppe erkundete währenddessen verschiedene Farben und Baumarten des Sommerwaldes. Nach dem dann Fuchs und Taube im Wald entdeckt wurden oder das "Baumpuzzle" und weitere Rätsel erfolgreich gelöst waren, trafen sich beide Gruppen am Waldmoor wieder. Dort machten die Kinder eine kurze Pause und erfuhren die Geheimnisse des Moores. Anschließend tauschten die Gruppen und es ging mit dem jeweils anderen Wegthema zurück zum Naturschutzhof. Dort erwartete Eliseo Epulef die Kinder mit einem Lagerfeuer, an welchem gemeinsam Stockbrot gebacken wurde. Als weiteres Highlight wurde noch Brot in der Asche gebacken. Damit konnten die Kinder mit neuem Waldwissen die Ferienaktion am Lagerfeuer beenden.

Feuermachen mit dem Feuerbogen

Morgens am 11. Juli trafen sich 24 Kinder, welche sich über den JUZ Ferienpass für die Aktion auf dem Naturschutzhof Wittmunder Wald angemeldet haben. Dort zeigte Wildnispädagogin Pia Gand mit einigen Helfern, wie man ein Feuer bei Nässe und ohne Feuerzeug anmacht. Zuerst ging es für die Kinder in den Wald trockene Äste für ihr Feuer zu sammeln, doch wo findet man trockene Äste, wenn es geregnet hat? Schnell fanden die Kinder heraus, dass die unteren Zweige von Nadelbäumen auch bei Nässe trocken bleiben. Diese Äste sammelten die Kinder nun fleißig. Nach dem Sammeln gab es die Aufgabe ein Feuer, aus den gesammelten Materialien und getrocketem Gras aufzubauen. Dieses Feuer sollte dann mit nur einem Streichholz entfacht werden. Schließlich gelang es allen Kindern ihr kleines Feuerchen zu entflammen und anschließend kontrolliert abbrennen zu lassen. Nun konnten sich die Kinder der nächsten Herausforderung stellen, die darin bestand selbst einen Feuerbogen zu bauen, um später ein Feuer auch ohne Feuerzeug zu entfachen. Damit dies gelingen konnte führten Wildnispädagogin Pia Gand und Lisa Oberschelp, die eine Ausbildung zur Wildnispädagogin macht, vor wie ein Feuerbogen gebaut wird und wie man damit Feuer macht. So schnitzten dann die Kinder ihren eigenen Feuerbogen, um anschließend auszuprobieren, mit diesem ein Feuer zu entfachen. Zum Abschluss gab es noch ein großes Lagerfeuer, um gemeinsam Stockbrot zu backen und die Ferienaktion gemütlich am Feuer ausklingen zu lassen.

Waldforschertag mit Schatzsuche

Mit den Sommerferien in Niedersachsen starteten auch die Ferienprogramme auf dem Naturschutzhof Wittmunder Wald. Los ging es am 8. Juli mit einem Waldforschertag mit Schatzsuche. Dazu trafen sich 14 Kinder auf dem Naturschutzhof, um zusammen mit Hofleitung Johanna Umbach und Waldpädagogin Nicole Janssen den Wald zu erforschen. Wie fühlt sich ein Baum an und wie ist er eigentlich aufgebaut? Welche Tiere leben auf dem Waldboden? Diesen und weiteren Forscherfragen gingen die kleinen Waldforscher spielerisch nach. Besonders das Erforschen des Waldbodens mit Becherlupen hat den Kindern großen Spaß gemacht. Genau wie die anschließende Schatzsuche, welche die jungen Waldforscher, trotz kniffliger Hinweise, geschickt lösten und so den gut versteckten Schatz gefunden haben. Mit der Plünderung der Schatzkiste beendeten alle die erste Ferienaktion zufrieden.

An interessierte Eltern, Pädagogen und Waldkindergarten-Leute

Viele Eltern wünschen sich einen Waldkindergarten am Naturschutzhof Wittmunder Wald. Ein wunderschöner Wald, sanitäre Anlagen für Kinder und eine kleine Holzjurte stehen zur Verfügung. Derzeit sind wir auf der Suche nach einem Träger, der das Projekt umsetzt.Am Montag, den 01.07.2019 fand bei uns im Naturschutzhof ein Infoabend zum Thema "Waldkindergarten" statt.  Interessierte Eltern, Kindergärtnerinnen und Pädagogen haben sich vor Ort informiert und ausgetauscht, wie ein solches Projekt organisiert werden kann. Pädagoginnen aus Waldkindergärten der Region berichteten von ihren Erfahrungen bei der Gründung und Organisation eines Waldkindergartens und beantworteten Fragen. Etwa 15 Kinder könnten auf dem Naturschutzhof-Waldkindergarten betreut werden. 

Um unserem Projekt noch mehr Gewicht zu geben und zu zeigen, dass es in Wittmund einen großen Bedarf gibt, erstellen wir eine Liste interessierter Eltern und sammeln ab sofort Interessensbekundungen unter der E-Mail:

waldkiga@wittmunder-wald.de

Zu Hause in der Natur - Ein Vormittag mit der Wildnispädagogin Pia Gand

Wach werden, Natur wahrnehmen, verwurzeln - Am Samstag dem 25.Mai 2019 versammelte sich eine Gruppe Neugieriger auf dem Naturschutzhof Wittmunder Wald, um zusammen mit Wildnispädagogin Pia Gand die heimische Natur neu wahrzunehmen. Dafür ging es nach einer kurzen Kennenlernrunde in den umliegenden Wald. Dort saßen die TeilnehmerInnen eine Stunde still und für sich alleine an einem Ort, den sie selbst gewählt hatten. Besonders sollten sie darauf achten, ihre gesamte menschliche Sehkraft auszunutzen und das Sichtfeld so weit wie möglich zu weiten. Nach besagter Stunde tauschten sich die TeilnehmerInnen über ihre Erfahrungen aus den neuen Wahrnehmungen des Waldes aus. "Um den Wald und die Wildnis richtig zu verstehen, muss man sie erst richtig kennenlernen. Dies geschieht sehr gut, wenn man mit dem Wald im Sitzen verschmilzt und so Wald und Waldbewohner kennenlernt", so Wildnispädagogin Pia Gand, die auch von ihren eigenen Erfahrungen bei der Beobachtung von Wildtieren berichtete. Abschließend beantwortete Pia Gand noch Fragen zu Wald, Wildnis und Co, sodass die WildnisentdeckerInnen neben einer neuen Art der Wahrnehmung viel Wissen mitnehmen konnten.

Frühlingswald erleben - Familientour im Wittmunder Wald

Strahlender Sonnenschein, blauer Himmel, optimale Voraussetzungen für den Familienwaldspaziergang. Am Sonntag, den 19.Mai fand am Naturschutzhof Wittmunder Wald wieder der Frühlingsspaziergang statt, durchgeführt von Waldpädagogin Nicole Janssen und Hofleitung Johanna Umbach. Riesige Holzpolter fielen den TeilnehmerInnen ins Auge. Was ist da los im Wald? Nicole Janssen erklärt den Aufbau eines Baumes und wie der Borkenkäfer dem Baum schadet. Diese Käferbäume hatten die Landesforsten in der Woche zuvor entfernt und auf den Poltern gestapelt. Die TeilnehmerInnen stellten spielerisch dar, wie ein Baum aufgebaut ist und an welchen Stellen der Borkenkäfer den Baum befällt. Anschließend erkundeten sie das Verhalten von verschiedenen Tieren im Frühling und sammelten die im Mai austreibenden Fichtenspitzen. Aus diesen stellten sie abschließend leckere Fichtenspitzenpralinen her. So konnten alle Familien, aufgetankt mit Wissen, Sonnenschein und Waldpralinen das Wochenende entspannt ausklingen lassen.

Bundespräsident im Wittmunder Wald

Pünktlich erreichte die polizeieskortierte Wagenkolonne mit mehreren großen, dunklen Limousinen den Naturschutzhof im Wittmunder Wald. Dem Wagen mit dem Banner entstieg der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender, auch Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil und Bundestagsabgeordnete Siemtje Möller begleiteten die prominenten Gäste aus Berlin. Die Umweltbildungseinrichtung Naturschutzhof war offiziell durch den Eigentümer, Onno Poppinga, und die Geschäftsführerin des Vereins "Naturschutzhof Wittmunder Wald e.V.", Dr. Johanna Umbach, und den stellvertretenden Vorsitzenden des Vereins, Bernd-Uwe Janssen vertreten. Bei Tee und ostfriesischem Krintstuut an Stehtischen gab es allgemeine Informationen für die Gäste über Historie, die jetzige Situation und die Zukunft des Naturschutzhofes. Anschließend das Gruppenfoto mit vielen Kindern, die schon gespannt darauf gewartet hatten. Ein buntes Gewusel umgab die Gäste, Händeschütteln, kurze Gespräche und schöne Bilder für die Fotografen und Fernsehteams.Dann waren die Kinder so richtig gefragt, denn mit ihnen sah das Besuchsprogramm einige sogenannte Bildpunkte vor. Das Pflanzen von Büschen als lebendiger Zaun, wo früher ein hohes, nicht attraktives Draht-Gitter das Hofgelände umschloss.

An diesem Punkt waren auch Elisabeth Höhl und Philipp Peters im Einsatz. Die Beiden befinden sich gerade im Freiwilligen Ökologischen Jahr am Naturschutzhof. Auf seinem Rundgang legte der Bundespräsident, seine Ehefrau und Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil einen kurzen Stopp ein. Elisabeth und Philipp erläuterten den prominenten Gästen die Idee, einen ehemaligen Militärzaun in eine blühende Hecke zu verwandeln. Und sie erzählten etwas über das FÖJ allgemein und über ihre persönlichen Erfahrungen in der mitten im Wald gelegenen Umweltbildungsstätte. Nach einer freundlich und locker geführten Unterhaltung verabschieden sich der Bundespräsident und seine Begleitung von den Beiden, die das FÖJ hier richtig gut vertreten haben.

Frottieren von Baumrinde mit Naturfarben aus Blättern, Blüten und Erdboden wurde dem Bundespräsidenten und seiner Ehefrau anschließend gezeigt. Es dauerte nicht lange, da frottierten die beiden Gäste fleißig mit. Auch im sogenannten "Spiegelgang", bei dem nicht auf den Boden, sondern durch den Spiegel nur in die Baumkronen geschaut werden kann, ließen sich die Gäste aus der hohen Politik den Weg durch das Waldgelände von Kindern, die sie an der Hand führten, zeigen. Angeleitet wurde die Station von Waldpädagogin Nicole Janssen, die dann noch zum "Stockbrot" einlud.

Der nächste Punkt im umweltpädagogischen Programm war die Anlage einer sogenannten Benjes-Hecke. Da erlebte der Bundespräsident wahrscheinlich eine kleine Überraschung, denn Heinrich Benjes, der als der Erfinder der Benjes-Hecke gilt, konnte die Arbeiten persönlich vorstellen. Der 83Jährige erläuterte den Aufbau und Funktion dieses lebendigen Zauns. Fleißige Helfer, unter ihnen viele Kinder, stapelten Äste und Zweige zwischen die begrenzenden Holzpfähle.Blühheckenprojekt und die Benjes-Hecke wurden von der Bingo Umweltstiftung Niedersachsen gefördert, was der Bundespräsident sehr begrüßte.

Kurz vor seiner Weiterreise gab der Bundespräsident den zahlreichen Vertretern der Medien noch Informationen über Sinn und Zweck seines Besuches im Landkreis Wittmund. Die Stärkung des "Ländlichen Raums" ist ihm großes Anliegen. Großstädte und Ballungszentren wachsen und werden momentan immer attraktiver als Lebens- und Arbeitsräume. Damit die vielen nichtstädtischen Regionen Deutschlands nicht abgehängt werden, oder sich abgehängt fühlen, ist Frank-Walter Steinmeier so wichtig, auch dort Präsenz zu zeigen. Auch seine Unterstützung von Initiativen wie die Förderkulisse des Bundes Land(auf)Schwung, in deren Genuss im Landkreis Wittmund auch der Naturschutzhof kam, ist ein Beispiel dafür.