Alles Aktuelle in der Übersicht

„Plastik – Fluch oder Segen?“ – Projektwoche an der KGS

Mit diesem Thema beschäftigten sich 15 neugierige SchülerInnen der achten bis zehnten Klasse der KGS eine Woche lang. Gemeinsam mit ihrer Lehrerin Frau Lammers und Nicole Janssen vom Naturschutzhof gingen sie unserem Plastikverbrauch, der Verschmutzung der Meere, des Wassers und der Umwelt durch Nanopartikel auf den Grund und erarbeiteten Alternativen für eine plastiksparende Zukunft. Sie organisierten eine eigene Kleidertauschparty an der Schule und kamen am 21. August bei strahlendem Sonnenschein auf den Naturschutzhof, um Einkaufstaschen als Alternative zu Plastiktüten zu bedrucken. Die Beutel wurden mit Sieb-, Kartoffel- und Lavendeldruck verschönert, sind ein echter Hingucker und werden während der Plastikaktionswoche vom 16. bis 21. September auf den Wochenmärkten von Carolinensiel, Esens, Wittmund und Neuharlingersiel als Teil einer ganzen Reihe plastikfreier Produkte verkauft. Außerdem stellten die Schülerinnen Bienenwachstücher her. „Diese können statt Frischhaltefolie benutzt werden und sind wiederverwendbar“, erklärte Waldpädagogin Nicole Janssen, die das Projekt die ganze Woche lang begleitete.

Bedeutung des Waldes gemeinsam hervorheben - Kooperationsvertrag mit Forstamt Neuenburg

Seit zwei Jahren stellt sich der Naturschutzhof in freier Trägerschaft organisatorisch und inhaltlich neu auf. Dazu wurden jetzt Kooperationsvereinbarungen mit den Landesforsten unterschrieben. So übernimmt der Naturschutzhof die Betreuung eines Feuchtbiotopes, einer Wallhecke und einer Streuobstwiese. Ebenso ist die Nutzung des Wittmunder Waldes für Ort für Lernen und Naturerleben jetzt abgestimmt. „Wir wollen uns in der Arbeit gegenseitig abstimmen und unterstützen“, so die Leiterin des Naturschutzhofes, Johanna Umbach. „Unser gemeinsames Ziel ist es Kindern und Erwachsenen den Wald als Lebensraum zu erschließen und zugänglich zu machen.“ Auch Wibeke Schmidt sieht die Zusammenarbeit positiv. „Die aktuelle Diskussion um die auch durch den Klimawandel ausgelösten europaweiten Waldschäden zeigt die Bedeutung unserer Wälder und ihrer nachhaltigen Bewirtschaftung“, so die Försterin.

Kinder lernen Klimaschutz am talentCAMPus

Warum ist das Wattenmeer wichtig für das Klima? Und was bedeutet überhaupt Klima? Diese und viele andere Fragen stellten sich 17 Kinder von 8 bis 12 Jahren, die im Rahmen des Programms „talentCAMPus“ fünf Tage auf dem Naturschutzhof verbrachten. Organisiert wurde die Woche vom 5. bis 9. August von Tabea Otte von der vhs Wittmund.

Nach einigen Spielen zum Kennenlernen ging es am Montag um das Thema Wald. Dazu wurden bei einem Waldspaziergang mit Hofleitung Johanna Umbach die verschiedenen Teile eines Baumes und ihre Aufgaben sowie der Prozess der Fotosynthese anhand von Spielen erarbeitet. Nachmittags traf dann das Filmteam „puzzle pictures“ um Andree Betten am Naturschutzhof ein, um den Teilnehmern die Technik hinter und das Verhalten vor der Kamera nahezubringen. An den folgenden Nachmittagen entstand dann jeweils ein Video, in dem die Kinder auf die gelernten Probleme aufmerksam machen, nicht nur in Form von Interviews, sondern auch als Demonstration im Watt oder Stop-Motion-Video. Die Clips werden in Kürze auch auf youtube zu sehen sein.

Am Dienstag lernten die Teilnehmer viel über das Thema Meer: Welche Tiere und Pflanzen leben in der Tiefsee, warum ist das Meer gefährdet, und wie kann es geschützt werden? Dazu brachte Dozent Robert Rassau, Vertreter des „New Ocean Project“, den Nachbau eines unbemannten Kamera-U-Bootes, einen Taucheranzug sowie viel Bild- und Filmmaterial mit und beantwortete die zahlreichen Fragen der Kinder. Am darauffolgenden Tag konnten die Kinder dann bei einer Wattführung in Carolinensiel die im Watt lebenden Tiere selbst entdecken und einiges über die Problematik des Mikroplastiks im Meer lernen. Am Donnerstag ging es um die Erderwärmung und den Treibhauseffekt, den die Teilnehmer mit viel Freude nachspielten.

Der letzte Tag begann mit einer Müllsammelaktion im Wald. Anschließend erklärte die Biologin Michèle Gürth, wie der Müll getrennt werden sollte. Zum Abschluss gab es noch eine kleine Feier mit Lagerfeuer, Stockbrot und Suppe, bei der sich die Eltern einen ersten Eindruck von den erstellten Videos machen konnten und alle Teilnehmer eine Urkunde zum Klimabotschafter erhielten.

Indianerzeit im Wittmunder Wald - grün und bunt

Was machen Indianer im Wald? - Bei sonnigen Temperaturen fand auf dem Naturschutzhof vom 22. bis zum 27. Juli das Indianercamp von grün und bunt, unter der Leitung von Conny Perschmann statt. Dazu trafen sich elf abenteuerlustige Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren mit einem Team von grün und bunt am Naturschutzhof. Zuerst ging es ans Zelte aufbauen und Schlafplatz einrichten, denn richtige Indianer schlafen natürlich im Zelt oder sogar unter freiem Himmel. Nachdem die Schlafplatzfrage geklärt war, konnte das bunte Programm starten. Dabei war für jeden etwas dabei, beispielsweise das Basteln mit Waldmaterialien oder das Herstellen von einem eigenen Pfeil und Bogen, mit dem man dann, wie richtige Indianer auch Hindernisse abschießen konnte. Weiterhin durfte ein Ausflug ans Meer auch nicht fehlen, so machten sich die Indianer bei schattigen 33 Grad auf das Watt zu erkunden. So gab es abwechslungsreiches Programm und natürlich wurde auch wie bei den Indianern über dem Lagerfeuer selbst gekocht, sodass die Abende bei Lagerfeuer, gutem Essen und Spaß ausklingen konnten. Das Camp ging samstags zu Ende und war ein spannendes Erlebnis für alle Kinder.

Walderlebnis

Am 12. Juli erkundeten 50 Kinder vom Ferienzauber zusammen mit dem ehemaligen Förster Rainer Köpsell, Hofleitung Johanna Umbach und den beiden FÖJlern des Naturschutzhofes den Wittmunder Wald. Dazu ging es mit zwei Gruppen in den Wald. Dabei ging eine Gruppe der Frage nach, welche Tiere wohnen eigentlich im Wald? Die andere Gruppe erkundete währenddessen verschiedene Farben und Baumarten des Sommerwaldes. Nach dem dann Fuchs und Taube im Wald entdeckt wurden oder das "Baumpuzzle" und weitere Rätsel erfolgreich gelöst waren, trafen sich beide Gruppen am Waldmoor wieder. Dort machten die Kinder eine kurze Pause und erfuhren die Geheimnisse des Moores. Anschließend tauschten die Gruppen und es ging mit dem jeweils anderen Wegthema zurück zum Naturschutzhof. Dort erwartete Eliseo Epulef die Kinder mit einem Lagerfeuer, an welchem gemeinsam Stockbrot gebacken wurde. Als weiteres Highlight wurde noch Brot in der Asche gebacken. Damit konnten die Kinder mit neuem Waldwissen die Ferienaktion am Lagerfeuer beenden.

Feuermachen mit dem Feuerbogen

Morgens am 11. Juli trafen sich 24 Kinder, welche sich über den JUZ Ferienpass für die Aktion auf dem Naturschutzhof Wittmunder Wald angemeldet haben. Dort zeigte Wildnispädagogin Pia Gand mit einigen Helfern, wie man ein Feuer bei Nässe und ohne Feuerzeug anmacht. Zuerst ging es für die Kinder in den Wald trockene Äste für ihr Feuer zu sammeln, doch wo findet man trockene Äste, wenn es geregnet hat? Schnell fanden die Kinder heraus, dass die unteren Zweige von Nadelbäumen auch bei Nässe trocken bleiben. Diese Äste sammelten die Kinder nun fleißig. Nach dem Sammeln gab es die Aufgabe ein Feuer, aus den gesammelten Materialien und getrocketem Gras aufzubauen. Dieses Feuer sollte dann mit nur einem Streichholz entfacht werden. Schließlich gelang es allen Kindern ihr kleines Feuerchen zu entflammen und anschließend kontrolliert abbrennen zu lassen. Nun konnten sich die Kinder der nächsten Herausforderung stellen, die darin bestand selbst einen Feuerbogen zu bauen, um später ein Feuer auch ohne Feuerzeug zu entfachen. Damit dies gelingen konnte führten Wildnispädagogin Pia Gand und Lisa Oberschelp, die eine Ausbildung zur Wildnispädagogin macht, vor wie ein Feuerbogen gebaut wird und wie man damit Feuer macht. So schnitzten dann die Kinder ihren eigenen Feuerbogen, um anschließend auszuprobieren, mit diesem ein Feuer zu entfachen. Zum Abschluss gab es noch ein großes Lagerfeuer, um gemeinsam Stockbrot zu backen und die Ferienaktion gemütlich am Feuer ausklingen zu lassen.

Waldforschertag mit Schatzsuche

Mit den Sommerferien in Niedersachsen starteten auch die Ferienprogramme auf dem Naturschutzhof Wittmunder Wald. Los ging es am 8. Juli mit einem Waldforschertag mit Schatzsuche. Dazu trafen sich 14 Kinder auf dem Naturschutzhof, um zusammen mit Hofleitung Johanna Umbach und Waldpädagogin Nicole Janssen den Wald zu erforschen. Wie fühlt sich ein Baum an und wie ist er eigentlich aufgebaut? Welche Tiere leben auf dem Waldboden? Diesen und weiteren Forscherfragen gingen die kleinen Waldforscher spielerisch nach. Besonders das Erforschen des Waldbodens mit Becherlupen hat den Kindern großen Spaß gemacht. Genau wie die anschließende Schatzsuche, welche die jungen Waldforscher, trotz kniffliger Hinweise, geschickt lösten und so den gut versteckten Schatz gefunden haben. Mit der Plünderung der Schatzkiste beendeten alle die erste Ferienaktion zufrieden.

An interessierte Eltern, Pädagogen und Waldkindergarten-Leute

Viele Eltern wünschen sich einen Waldkindergarten am Naturschutzhof Wittmunder Wald. Ein wunderschöner Wald, sanitäre Anlagen für Kinder und eine kleine Holzjurte stehen zur Verfügung. Derzeit sind wir auf der Suche nach einem Träger, der das Projekt umsetzt.Am Montag, den 01.07.2019 fand bei uns im Naturschutzhof ein Infoabend zum Thema "Waldkindergarten" statt.  Interessierte Eltern, Kindergärtnerinnen und Pädagogen haben sich vor Ort informiert und ausgetauscht, wie ein solches Projekt organisiert werden kann. Pädagoginnen aus Waldkindergärten der Region berichteten von ihren Erfahrungen bei der Gründung und Organisation eines Waldkindergartens und beantworteten Fragen. Etwa 15 Kinder könnten auf dem Naturschutzhof-Waldkindergarten betreut werden. 

Um unserem Projekt noch mehr Gewicht zu geben und zu zeigen, dass es in Wittmund einen großen Bedarf gibt, erstellen wir eine Liste interessierter Eltern und sammeln ab sofort Interessensbekundungen unter der E-Mail:

waldkiga@wittmunder-wald.de

Zu Hause in der Natur - Ein Vormittag mit der Wildnispädagogin Pia Gand

Wach werden, Natur wahrnehmen, verwurzeln - Am Samstag dem 25.Mai 2019 versammelte sich eine Gruppe Neugieriger auf dem Naturschutzhof Wittmunder Wald, um zusammen mit Wildnispädagogin Pia Gand die heimische Natur neu wahrzunehmen. Dafür ging es nach einer kurzen Kennenlernrunde in den umliegenden Wald. Dort saßen die TeilnehmerInnen eine Stunde still und für sich alleine an einem Ort, den sie selbst gewählt hatten. Besonders sollten sie darauf achten, ihre gesamte menschliche Sehkraft auszunutzen und das Sichtfeld so weit wie möglich zu weiten. Nach besagter Stunde tauschten sich die TeilnehmerInnen über ihre Erfahrungen aus den neuen Wahrnehmungen des Waldes aus. "Um den Wald und die Wildnis richtig zu verstehen, muss man sie erst richtig kennenlernen. Dies geschieht sehr gut, wenn man mit dem Wald im Sitzen verschmilzt und so Wald und Waldbewohner kennenlernt", so Wildnispädagogin Pia Gand, die auch von ihren eigenen Erfahrungen bei der Beobachtung von Wildtieren berichtete. Abschließend beantwortete Pia Gand noch Fragen zu Wald, Wildnis und Co, sodass die WildnisentdeckerInnen neben einer neuen Art der Wahrnehmung viel Wissen mitnehmen konnten.

Frühlingswald erleben - Familientour im Wittmunder Wald

Strahlender Sonnenschein, blauer Himmel, optimale Voraussetzungen für den Familienwaldspaziergang. Am Sonntag, den 19.Mai fand am Naturschutzhof Wittmunder Wald wieder der Frühlingsspaziergang statt, durchgeführt von Waldpädagogin Nicole Janssen und Hofleitung Johanna Umbach. Riesige Holzpolter fielen den TeilnehmerInnen ins Auge. Was ist da los im Wald? Nicole Janssen erklärt den Aufbau eines Baumes und wie der Borkenkäfer dem Baum schadet. Diese Käferbäume hatten die Landesforsten in der Woche zuvor entfernt und auf den Poltern gestapelt. Die TeilnehmerInnen stellten spielerisch dar, wie ein Baum aufgebaut ist und an welchen Stellen der Borkenkäfer den Baum befällt. Anschließend erkundeten sie das Verhalten von verschiedenen Tieren im Frühling und sammelten die im Mai austreibenden Fichtenspitzen. Aus diesen stellten sie abschließend leckere Fichtenspitzenpralinen her. So konnten alle Familien, aufgetankt mit Wissen, Sonnenschein und Waldpralinen das Wochenende entspannt ausklingen lassen.

Achtsamer Waldspaziergang - "Die Seele ernährt sich von dem, worüber man sich freut"

Einen Waldspaziergang der etwas anderen Art leiteten am 28. April Yogalehrerin Edith Harken und Waldpädagogin Nicole Janssen am Naturschutzhof Wittmunder Wald an. Dabei unternahmen die zwölf Teilnehmer eine Runde durch den Wittmunder Wald, die von Glückszitaten, selbst gestalteten Waldpostkarten und durch Momente der Stille bei Yogaübungen geprägt wurde. So konnten die Teilnehmenden auch Anregungen für kleine Glücksmomente im Alltag sammeln. Nach dem Spaziergang wurde aus selbst gesammelten Kräutern noch eine Kleinigkeit hergestellt, um auch den Geschmackssinn anzusprechen. So konnten alle achtsamen Waldspaziergänger glücklich und entspannt in die neue Woche starten.

Die "Möwe" auf dem Naturschutzhof

Es war SelberMacherTag, eine Familienaktion der Veranstaltungsreihe grün&bunt extra. So rollte am 12.April früh morgens ein altes Feuerwehrauto durch das Tor des Naturschutzhofes. Doch was hat ein Feuerwehrauto mit einem SelberMacherTag zu tun? Es ist nicht nur irgendein altes Feuerwehrauto, sondern die "Möwe", ein Projekt der Evangelischen Jugend Wesermarsch. In dem Feuerwehrauto befindet sich eine mobile Werkstatt. Die Werkstatt ist vollgepackt mit allerlei Werkzeug und Baumaterialien, sodass am SelberMacherTag auf dem Naturschutzhof fleißig gewerkelt werden konnnte. Begleitet wurde die Möwe durch den Tischler Hauke Bruns und weitere ehrenamtliche Helfer, sowie Conny Perschmann von grün&bunt.

Neben dem Herstellen von verschiedenen Kleinigkeiten aus Holz, gab es auch die Möglichkeit einen eigenen Steckstuhl zu bauen. Dieser Herausforderung stellten sich die zahlreichen Familien und zimmerten so erfolgreich ihren eigenen Steckstuhl. Weiterhin bot Conny Perschmann noch weitere kleinere Aktionen, wie das Bogenbauen an, was den Teilnehmenden auch viel Freude bereitete.

Nachmittags auf der Suche nach weiteren Materialien entdeckte Hauke Bruns die Latten eines alten Lärchenzauns und so wurde schnell noch ein eigener Steckstuhl für den Naturschutzhof gezaubert. Somit waren nicht nur die Familien glücklich mit ihren selbst gebauten Sachen, sondern auch die Mitarbeiter des Naturschutzhofes freuten sich über ihre neue Sitzgelegenheit.

"Im Wald geht es rund": Erlebnisferientag im Naturschutzhof Wittmunder Wald

Bei strahlendem Sonnenschein machten sich am 15.April 14 Kinder im Alter von sechs bis elf Jahren auf den Weg zu einem Waldabenteuer. Dabei leitete Martin Juppe-Reinl die Abenteuerer durch den Wald in der Nähe des Naturschutzhofes. Bei dieser Ferienaktion bauten sich die Kinder nicht nur ihre eigenen Hütten, sondern entdeckten den Wald auch mit all ihren Sinnen. Schließlich haben die Kinder beim Waldweitsprung noch herausgefunden, dass sie soweit springen können wie ein Frosch oder ein Hase. Unter anderem mit diesen Aktionen erlebten wir ein Waldabenteuer zu dessen krönendem Abschluss es noch Popcorn am Lagerfeuer gab. So konnten schließlich alle Kinder glücklich in den Ferienmontag starten.

Bundespräsident im Wittmunder Wald

Pünktlich erreichte die polizeieskortierte Wagenkolonne mit mehreren großen, dunklen Limousinen den Naturschutzhof im Wittmunder Wald. Dem Wagen mit dem Banner entstieg der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender, auch Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil und Bundestagsabgeordnete Siemtje Möller begleiteten die prominenten Gäste aus Berlin. Die Umweltbildungseinrichtung Naturschutzhof war offiziell durch den Eigentümer, Onno Poppinga, und die Geschäftsführerin des Vereins "Naturschutzhof Wittmunder Wald e.V.", Dr. Johanna Umbach, und den stellvertretenden Vorsitzenden des Vereins, Bernd-Uwe Janssen vertreten. Bei Tee und ostfriesischem Krintstuut an Stehtischen gab es allgemeine Informationen für die Gäste über Historie, die jetzige Situation und die Zukunft des Naturschutzhofes. Anschließend das Gruppenfoto mit vielen Kindern, die schon gespannt darauf gewartet hatten. Ein buntes Gewusel umgab die Gäste, Händeschütteln, kurze Gespräche und schöne Bilder für die Fotografen und Fernsehteams.Dann waren die Kinder so richtig gefragt, denn mit ihnen sah das Besuchsprogramm einige sogenannte Bildpunkte vor. Das Pflanzen von Büschen als lebendiger Zaun, wo früher ein hohes, nicht attraktives Draht-Gitter das Hofgelände umschloss.

An diesem Punkt waren auch Elisabeth Höhl und Philipp Peters im Einsatz. Die Beiden befinden sich gerade im Freiwilligen Ökologischen Jahr am Naturschutzhof. Auf seinem Rundgang legte der Bundespräsident, seine Ehefrau und Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil einen kurzen Stopp ein. Elisabeth und Philipp erläuterten den prominenten Gästen die Idee, einen ehemaligen Militärzaun in eine blühende Hecke zu verwandeln. Und sie erzählten etwas über das FÖJ allgemein und über ihre persönlichen Erfahrungen in der mitten im Wald gelegenen Umweltbildungsstätte. Nach einer freundlich und locker geführten Unterhaltung verabschieden sich der Bundespräsident und seine Begleitung von den Beiden, die das FÖJ hier richtig gut vertreten haben.

Frottieren von Baumrinde mit Naturfarben aus Blättern, Blüten und Erdboden wurde dem Bundespräsidenten und seiner Ehefrau anschließend gezeigt. Es dauerte nicht lange, da frottierten die beiden Gäste fleißig mit. Auch im sogenannten "Spiegelgang", bei dem nicht auf den Boden, sondern durch den Spiegel nur in die Baumkronen geschaut werden kann, ließen sich die Gäste aus der hohen Politik den Weg durch das Waldgelände von Kindern, die sie an der Hand führten, zeigen. Angeleitet wurde die Station von Waldpädagogin Nicole Janssen, die dann noch zum "Stockbrot" einlud.

Der nächste Punkt im umweltpädagogischen Programm war die Anlage einer sogenannten Benjes-Hecke. Da erlebte der Bundespräsident wahrscheinlich eine kleine Überraschung, denn Heinrich Benjes, der als der Erfinder der Benjes-Hecke gilt, konnte die Arbeiten persönlich vorstellen. Der 83Jährige erläuterte den Aufbau und Funktion dieses lebendigen Zauns. Fleißige Helfer, unter ihnen viele Kinder, stapelten Äste und Zweige zwischen die begrenzenden Holzpfähle.Blühheckenprojekt und die Benjes-Hecke wurden von der Bingo Umweltstiftung Niedersachsen gefördert, was der Bundespräsident sehr begrüßte.

Kurz vor seiner Weiterreise gab der Bundespräsident den zahlreichen Vertretern der Medien noch Informationen über Sinn und Zweck seines Besuches im Landkreis Wittmund. Die Stärkung des "Ländlichen Raums" ist ihm großes Anliegen. Großstädte und Ballungszentren wachsen und werden momentan immer attraktiver als Lebens- und Arbeitsräume. Damit die vielen nichtstädtischen Regionen Deutschlands nicht abgehängt werden, oder sich abgehängt fühlen, ist Frank-Walter Steinmeier so wichtig, auch dort Präsenz zu zeigen. Auch seine Unterstützung von Initiativen wie die Förderkulisse des Bundes Land(auf)Schwung, in deren Genuss im Landkreis Wittmund auch der Naturschutzhof kam, ist ein Beispiel dafür.

Pflanzaktion Schulwald Leerhafe

Wie entsteht ein Wald? Was ist Naturverjüngung und wie pflanzt man einen Baum? Diesen wichtigen Fragen sind die Schüler der Grundschule Leerhafe, der KGS Wittmund, der Förderschule Wittmund, der BBS Wittmund sowie der Biotop-AG der "Schule Altes Amt Friedeburg" am 1. April ganz praktisch bei einer Pflanzaktion im Schulwald Leerhafe nachgegangen. Bei strahlendem Sonnenschein und begleitet von einem lauschigen Duft nach frischer Gülle pflanzten die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit dem Team des Naturschutzhofes kleine Bäume. Dabei wurde eine Fläche des Landkreises Wittmund, welche letztes Jahr als Schulwald angelegt wurde, wieder bepflanzt, da die im letzten Jahr gepflanzten Bäume leider teilweise durch Trockenheit, Hitze und Wildverbiss eingegangen waren. Mit Hilfe der vielen fleißigen Hände waren 1600 Eichen, Ahörner und Buchen an einem Vormittag im Boden. Rainer Köpsell, ehemaliger Förster und Hans-Günter Willms, Vertreter der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Wittmund, leiteten das Pflanzen an und erklärten den Schülern, wie ein Wald entsteht und gaben ihnen Tipps zum einfachen Pflanzen. Mit ein bisschen Glück und Regen werden die Pflänzchen bald zu einem stattlichen Wäldchen wachsen.

Biologieunterricht im Wald

Am 19. März hatten wir im Wald Besuch einer Klasse der Integrationswerkstatt von der Volkshochschule. Die Schüler und Schülerinnen der Biologieklasse von Gudrun Messner versuchten sich im Blockhaus am Mikroskopieren. Dabei lernten sie etwas über die Struktur von verschiedenen Zellen und Geweben und fertigten Skizzen dazu an. Dieses Wissen können die Schüler und Schülerinnen dann im Herbst zu ihren Abschlussprüfungen nutzen. Nach dem erfolgreichen Mikroskopieren gab es noch einen kleinen Waldspaziergang mit nützlichen Informationen über den heimischen Wald sowie ein kleines Lagerfeuer, an welchem Nicole, unsere Waldpädagogin spontan ihren neuen Dutch oven ausprobierte und es für alle leckeres, selbstgemachtes Brot gab.

Tag der offenen Tür KGS

Am Samstag, dem 15. März fand in der KGS ein Tag der offenen Tür für zukünftige Fünftklässler statt. Rainer, Nicole und Johanna präsentierten die Wald-AG vom Naturschutzhof. Dabei wurde die AG mithilfe von kleinen Mitmachaktionen vorgestellt. Neugierige Kinder und auch Eltern konnten mit Fühlbeuteln ihre Sinne auf die Probe stellen oder sich durch die kleine Waldfibel und anderes Infomaterial Wissen über den Wald aneignen. So erfuhren Eltern und vor allem Kinder, was sie in der Wald-AG erwartet.